Die Woche danach: Ent-Täuschung

“Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen.”

Heraklit

Jetzt Zucker essen ist nicht mehr wie vorher Zucker essen.”

Nina Stiewink

Etwas lichtet sich ...

Es funktioniert nicht mehr! Ich hatte mich so auf die Süßigkeiten gefreut. Und jetzt funktioniert es nicht mehr! Die Schokolade wirkt kalt und fad. Jetzt, nachdem ich dem, was mich wirklich nährt, auf die Spur gekommen bin, nährt das Alte nicht mehr. Süßigkeiten waren immer schon Ersatz. Jetzt schmeckte ich den faden Ersatz auf der Zunge.

Darin wird etwas deutlich, das ich bei der Begleitung von Menschen im Coaching immer wieder und jetzt am eigenen Leib erlebe: Wer Veränderung einleitet, erlebt manchmal einen “Point of no return”. Einen Punkt, an dem eine nicht einfach mit Veränderung aufhören und so weitermachen kann wie zuvor.

Wenn Zucker als Trostmittel versagt, was ist dann jetzt der Weg? – Genau dies, mir diese Frage zu stellen und krativ auszuprobieren, was mich wirklich nährt. Innehalten, mir Zeit für die Frage nehmen, wenn ich die Lust auf Süßes verspüre.  Weiter meditieren. Den Engeln lauschen, die mich unterstützen. “Harry Potter” Hörbücher hören. Da brauche ich keine Schokolade. Da kuschel ich mich ein, setze mich irgendwo hin und lasse mir vorlesen. So wie es meine Eltern früher getan haben, so wie ich meinem Kind vorlese.

Schon der griechische Philosoph Heraklit hat erkannt, dass alles Wandel und Veränderung ist und wir deshalb “nicht zweimal in denselben Fluss” steigen können. Ich kann nicht zurück vor die Fastenzeit. Gerne will ich diesen Weg weitergehen.Ein kreativer Impuls: ein Märchen über eine schreiben, die auf ihrem Weg das findet und sich “einverleibt”, was sie wirklich nährt …

Ich schreibe als Coach in diesem Blog über meine Erfahrungen, weil sie beispielhaft stehen für Erfahrungen der Veränderung, wie wir sie alle machen. Und wie sie mit Methoden des kreativen Coachings gefördert werden können.