Herbst-Tag- und Nacht-Gleiche als Reflexions-Impuls

“Nutzen wir die Kräfte der Jahreszeiten, so können wir auf ihren energetischen Wellen durch unseren Alltag zu surfen.”

Nina Stiewink

Was ernten wir - und was bleibt ungenutzt?

Ausgleich, Harmonie, Verzeihen und Dank sind Themen, die sich gut mit der Energie der Herbst-Tag- und Nachtgleiche um den 21. September bearbeiten lassen. Licht und Dunkel sind in der Natur momentan im Gleichgewicht. Tage und Nächte sind jetzt gleich lang, bevor die Dunkelheit sich mit den dazugehörígen Themen immer stärker ausbreitet. Inspirierende Fragen, um die persönliche Weiterentwicklung voran zu bringen, sind:

  • Wie steht es derzeit um mein inneres und äußeres Gleichgewicht?
  • Was will in Ausgleich gebracht werden?
  • Wie kann ein guter Ausgleich geschaffen und Frieden wieder hergestellt werden?
  • Was gibt es zu bereinigen, zu verzeihen, bei Anderen und in mir selbst?
  • Wie können die eigenen Licht- und Schattenseiten miteinander verbunden werden, so dass ihre Kräfte mich unterstützen statt gegeneinander zu arbeiten?

In der Mediation beispielsweise, also der Konfliktvermittlung zwischen Menschen, geht es darum, die verschiedenen Meinungen zu hören, Werte und Bedürfnisse anzuerkennen und mit diesem Wissen einen guten Weg, eine Win-Win-Situation, zu finden.  Auch um im Frieden mit sich selbst zu sein ist es wichtig, sich selbst eigene Fehler und Schwächen zu verzeihen:

Folgende Selbstcoaching-Übungen können Sie zum Thema Ausgleich unterstützen, die Sie einzeln oder miteinander kombiniert durchführen können:

1. Schreiben Sie auf, was Sie an empfundenen Unrecht bewegt.

Notieren Sie, was andere Ihnen Ihrer Meinung nach angetan haben (bewusst oder unbewusst). Beispiele: “P. hört nicht richtig zu.” “K. kommt oft zu spät zu Verabredungen.” “R. hat eine Bemerkung über mich gemacht, die mich verletzt hat.”  “Ich habe mein Anrecht auf meinen angestammten Parkplatz verloren.” “C. will nichts mehr mit mir zu tun haben.” “Immer muss ich das Bad sauber machen.” … Dann schreiben Sie auch das auf, wo Sie mit sich selbst unfair und wenig liebevoll umgegangen sind: “Obwohl ich schrecklich müde war, habe ich abends die Steuerbelege sortiert, statt mir ein heißes Bad zu gönnen.” “Ich habe auf der Party zu viel Alkohol getrunken.” “Immer wieder sage ich mir, dass ich bei der Fahrprüfung durchfalle, obwohl mich das entmutigt.” … Das Aufschreiben und Aussprechen allein hat reinigende lösende Wirkung, weil es uns anerkennen lässt, was ist. Wir sehen dem, was geschehen ist, ins Auge, akzeptieren, dass es so war. Das aber ist die Grundvoraussetzung dafür, dass wir dem Verständnis und  Mitgefühl uns und anderen gegenüber Platz machen. Erst in diesem neu entstandenen Freiraum entstehen kreative Ideen, wie wir hilfreich mit der Situation umgehen können.

2. Halten Sie Rückschau auf das Erreichte aus der hinter Ihnen liegenden hellen Jahreszeit:

  • Was ist gewachsen?
  • Ist die Saat des Frühlings aufgegangen?
  • Konnte ich meine Visionen und Ideen verwirklichen?
  • Welche Kräfte haben sich entwickelt?
  • Welche Erkenntnisse habe ich gewonnen?
  • Welche neuen Verbindungen sind entstanden?
  • Welche Ernte habe ich eingefahren?
  • Mit welchen Vorräten gehe ich in die dunkle Jahrezeit?
  • Wofür kann ich Danke sagen?

3. Überprüfen Sie: Was will in Ausgleich gebracht werden?

Nutzen Sie dafür die Erkenntnisse aus Punkt 1 und 2.  Fragen Sie sich: Welche Kräfte wollen ins Gleichgewicht gebracht werden? Wovon habe ich zu viel, wovon zu wenig? Beispiele: Rückzug und Aufeinander Zugehen. Für jemanden etwas tun und um etwas bitten. Dem eigenen Anspruch gerecht werden und fünfe gerade sein lassen. Malen Sie sich eine Waage auf und notieren Sie in jeder der beiden Waagschalen die beiden Qualitäten, die sich ausgleichen sollen. Nehmen Sie sich EIN Waagschalen-Paar vor und richten Sie darauf für einige Tage Ihre Aufmerksamkeit. Wann ist es ausgegleichen, wann unausgeglichen? Was ist hilfreich, um eine Ausgewogenheit herzustellen?

4. Sagen Sie Danke:

Schreiben Sie in einem extra dafür vorgesehenes Büchlein oder in einer Datei alles auf, wofür Sie dankbar sein können.”Dankbarkeit gilt als einer der Schlüssel zum Glück und bewirkt, dass wir uns dessen bewusst werden, was wir alles bekommen, auch in schwierigen Zeiten.” Jeanne Rulard, “Immerwährender Jahreskreisekalender”.

Ab November startet eine Coaching-Gruppe für Frauen,  die die Unterstützung durch Jahreskreisrituale neben anderen kreativen Methoden mit einbezieht sowie eine ganzheitliche Weiterbildung für Frauen, die andere Frauen in Persönlichkeits- und Selbstwerdungsprozessen unterstützen.

Auch im Einzelcoaching beziehe ich neben anderen kreativen Methoden die Arbeit mit Jahreskreis- und Übergangsritualen in meine Arbeit mit ein. Ihretwegen!