Ein Königreich für einen Sommer – gegen Aufschieberitis

 

Ortsschild "Königreich" im alten LandEin ganz wichtiges Selbstcoaching-Tool steckt in der Umsetzung des Satzes:

Für manche Dinge ist der beste Zeitpunkt: Jetzt!

Das gilt zum Beispiel für alle Geschehnisse, die an einen Zeitpunkt oder Zeitraum gebunden sind. Das gilt auch für den Sommer – wobei ich mir nie sicher bin, ob es sich beim deutschen Sommer um einen Zeitpunkt oder einen Zeitraum handelt…

Deswegen an dieser Stelle ein Impuls zum Thema Selbstsorge. Genießen Sie den Sommer jetzt. Im Herbst könnte es zu spät dafür sein (allerdings habe ich den letzten Sommertag 2010 im November in Stellshagen genossen, gemeinsam mit meiner Freundin und Kollegin Astrid Fiedler; aber eine weiß ja nie, ob das wieder so sein wird). Deshalb einige Tipps, um den Sommer trotz Aufgaben und Terminen nicht unbemerkt an sich vorbeiziehen zu lassen:

  • Nutzen Sie Wege zu und von der Arbeit für einen Blick auf den Sommer: Parken Sie das Auto am entfernter gelegenen Parkplatz. Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel erst bei der nächsten  oder übernächste Station. Nehmen Sie am Wegesrand das Grün der Bäume, den Duft der Blumen, das Zwitschern der Vögel wahr.
  • Verabreden Sie sich mit FreundInnen direkt nach dem Feierabend. Selbst eine Stunde abends draußen bei einem leckeren Kaltgetränk bringt Entspannung.
  • Holen Sie sich den Sommer in die Küche. Schlendern Sie über den Markt und füllen Sie sich den Sommer in Form von dem reichhaltigen Obst- und Gemüseangebot in  Ihre Taschen. Bei Gemüse reichen oft schon einige frische Kräuter, bei Obst ein wenig mischen, ausprobieren (vielleicht mit Vanillezucker oder Ahornsirup), um den Sommer auf der Zunge zu spüren.
  • Setzen Sie sich 5 – 10 Minuten auf eine Bank und notieren Sie im Terminkalender oder Smartphone, was Sie  für das Gefühl brauchen, den Sommer erlebt zu haben: Reife Erdbeeren direkt aus der Schale gegessen! Mit X im Biergarten gesessen! Morgens die Vögel bei offenem Fenster gehört! Im Stadtpark gegrillt! Ein Sommerkleid getragen!
  • Vereinbaren Sie mit Ihren Kindern eine Sommer-ins-Bett-geh-Regelung. Beispielsweise: Du darfst eine Stunde länger aufbleiben. Dann reicht das Zähneputzen und der Gute-Nacht-Kuss. Das gibt beiden Seiten Freiheiten.
  • Fragen Sie sich: Was ist wirklich wesentlich? Was kann ich streichen und durch einen Sommergenuss ersetzen?
  • Machen Sie sich bewusst: Sommer lässt sich nicht schieben. Sommer ist jetzt!