Aufstellung mit Stühlen

Aufstellung mit Stühlen

Statt der Bodenanker, die ich im letzten Artikel beschrieben habe, kann ein Thema auch mit Stühlen aufgestellt werden. Der Vorteil: Die Stühle machen die Aufstellung dreidimensional im Raum sichtbar. Durch unterschiedliche Stuhlformen, -größen und -arten kann ich eine bestimmte Qualität in die Aufstellung bringen. Zudem kann ich möglicherweise die Präsenz eines Stuhles eher im Rücken oder an meiner Seite spüren als ein benachbartes Stück Papier auf dem Boden.

Aufstellung mit StühlenDer Rest der Aufstellung erfolgt wie bei der Aufstellung mit Bodenankern:

  • Notieren Sie das Thema.
  • Formulieren Sie daraus einen Zielsatz, der beginnt mit “Ich habe …” oder “Ich bin …”
  • Motieren Sie die Elemente, die mit diesem Ziel-Thema verbunden sind
  • Wählen Sie für jedes Element eine Sitzgelegenheit.
  • Positionieren Sie jedes einzelne Element im Raum
  • Überprüfen Sie, ob die Position der einzelnen Elemente zueinander für Sie stimmig ist.
  • Erkunden Sie die einzelnen Elemente. Fragen Sie sich: “Was nehme ich auf dem Stuhl wahr?” “Welche Bilder steigen auf, welche Sätze, Gefühle?” “Was habe ich zu dem Thema zu sagen?” Notieren Sie alles Wesentliche. Welche Tipps und Impulse gibt es?
  • Gehen Sie bewusst aus der Position / Rolle des Elementes hinaus. Überprüfen Sie Tipps und Impulse: Wollen Sie sie beherzigen oder verwerfen?
  • Arbeiten Sie mit der Aufstellung, bis Sie ein schlüssiges Zielbild entwickelt haben. Dafür können Sie Stühle verstellen, Elemente entlassen, umbenennen, neue Elemente (Ressourcen) einführen. Nutzen Sie Ihre Intuition. Vertrauen Sie Ihrem Gefühl. Natürlich ist es hilfreich, Aufstellungen unter Anleitung von Menschen zu machen, die in Aufstellung ausgebildet sind (so wie beispielsweise ich, Nina Stiewink, ausgebildet von Sabine Treeß in Aufstellungsreleasing). Aber besser, Sie ermöglichen sich selbst einen neuen Impuls für Ihr Thema, als dass nichts passiert.

Ich biete diese Methode im Coaching an bzw. nutze sie für mich:

  • um im Konflikt die Position der anderen  Konfliktpartei besser zu verstehen;
  • um Traumelemente auf ihre Bedeutung hin zu untersuchen;
  • um ein gutes Verständnis einer Team-/Gruppenstruktur zu erkennen;
  • um die stimmige Zuordnung verschiedener Aspekte eines Ziels zu erspüren
  • familiäre Dynamiken zu ergründen und zu verbessern
  • und es gibt noch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten …