6. Woche: Seelen-Nahrung

“Mich wirklich nähren heißt: mir Seelennahrung schenken”

Nina Stiewink

Symbole für meine Seelennahrung

Das Ende der Fastenzeit steht wie eine Verheißung vor mir. Im Ausblick auf das “sowohl” von Süßem und das “als auch” von Selbstsorge fühle ich mich erwartungsvoll. Ich habe in einer kollegialen Coaching-Sitzung mit Hilfe einer kreativen “Timeline” meine Zukunft gestaltet. In der Methode der “Timeline” gehe ich vom aktuellen Datum aus intuitiv Schritt für Schritt in die Zukunft und beschreibe und symbolisieredie Unterstützung, die ich mir für diesen Weg wünsche. Diese Methode nutze ich häufig im Coaching, um Menschen zu ermöglichen, sich Zuversicht und Ressourcen für ihre Zukunft zu erschließen. Jetzt habe ich die Methode selbst genutzt und auf einem Tuch als Symbol für den weiteren Weg Gegenstände aufgestellt, die Aspekte meiner Seelennahrung für mich symbolisieren: Das Drachenmännchen steht für innere Reisen, die Schmetterlingskerze für die Schmetterlingsleichtigkeit und Verwandlung in der Meditation. Der Apfel für gute Ernährung und die mit Frauen bemalte Figur für die spirituelle Gemeinschaft, die mich trägt.

Mein Bewusstsein für das, was mich nährt und stärkt, hat sich durch die sechseinhalb Wochen Fastenzeit erweitert. Ich weiß jetzt, dass mir Schokolade, Kuchen und Co. manchmal Trost geben, wenn nichts anderes geht. Dass es aber wichtig ist, mir der Alternativen bewusst zu sein. Und dass nährende Speise für meine Seele einerseits Zeit für mich, andererseits die Verbindung mit der göttlichen Liebe ist. Mich damit zu versorgen nährt nachhaltig. So wünsche ich mir, in der kommenden Zeit bewusst mit Süßigkeiten umzugehen und mir Zeiten zu ermöglichen, in denen ich “meinen inneren Brunnen fülle” (Julia Cameron). Mich mit der Quelle verbinde, die mich zutiefst und bedingungslos nährt. Konkret bedeutet das, mehr zu meditieren, mir noch mehr Zeit für Kreativität zu geben und mich zu fragen: “Was brauche ich wirklich?” Und milde und nachsichtig mit mir zu sein, wenn mir die Antwort auf die Frage nur in Teilen gelingt.

Ostern ist für Christen die Verheißung der Auferstehung Gottes, Beltane die Verheißung der fruchtbaren Fülle, Frühling die Verheißung, dass Neues aufkeimen und ins Leben kommen will. Diese Kraft will ich nutzen. Und ich lade auch Sie und Dich ein, diese Kraft zu nutzen um neue Wege zu gehen und bei sich und in spiritueller Verbindung anzukommen.Vielleicht war und ist die Beschreibung meines eigenen Fastenweges Inspiration für Ihren / Deinen Weg zu sich selbst, für einen liebevollen Umgang mit sich und für eine spirituelle Verbindung. Frohe Ostern!